Regt sich doch ständig jeder auf, über andere Meinungen, Ansichten und die winzigsten Kleinigkeiten.
Momentan fällt mir das wieder derbe auf; es wird gemeckert, gehetzt, geratschlagt, gewollt anderen zu ändern und den Drang, jeden seinen eignenen, persönlichen Stempel aufzudrücken.
Warum sind wir so? Und vor allem, warum tun wir uns das selber an...
Ich bezeichne mich selbst als sehr tolerant; mein Freundeskreis besteht aus den verschiedensten Charakteren. Ich bin der Meinung, man kann auch mit diejenigen die man nicht mag, mit genügend Tolenranz und Akzeptanz, und dem Wissen, diese Menschen nicht in seinem Leben integrieren zu müssen, irgendwie auskommen. Dazu benötigt man nur ein bisschen Selbskontrolle und -abschirmung.
Früher habe ich mich immer fürchterlich aufgeregt, heute kann ich das glücklicherweise recht gut kontrollieren, und selbst meine Arbeit wird für mich auch um einiges erträglicher.
Leben und leben lassen, für viele eine Sache der Unmöglichkeit.
Immun gegen Ungerechtigkeit bin ich nachwievor nicht, und da fällt es mir immer noch schwer, mich nicht aufzuregen und angreifen zu wollen...ich bin halt auch nur ein Mensch. Und in dieser Welt, wo Macht, Geld und Fassade alles regiert, fällt es manchmal schwer zu leben, zufrieden zu leben.
Facebook ist immer mein bestes Beispiel, ich beobachte ja gerne das Geschehen dort und die Reaktionen von anderen, ohne mich einzumischen. Aber auch im Freundes/Bekanntenkreis erlebe ich es immer wieder: Akzeptanz gleich null, wer und was anders ist wird abgelehnt. Natürlich basieren Freundschaft etc. auf Gleiches, Anziehndes. So soll es auch sein. Aber meistens, nein eigentlich immer, wird bei anderem, Ungleiches, gelästert und schlecht gemacht, ins Negative gezogen, oder man ist gewillt andere ändern zu wollen, seine Ideologie aufzuzwingen.
Ich 'suche' mein Leben lang, und komme immer wieder zu Sachen, die ich in dem Moment als das Richtige und Beste (für mich) sehe. Aber ich lasse jeden anderen daraus. Und selbst wenn man mir etwas anderes erzählen will, hör ich mir es an, (denk mir mein Teil) und lassen anderen so leben, wie sie es für gut heißen.
Wer negativ denkt, sich ständig aufregt, oder gar anderen Böses wünscht, ist/wird selbst nicht glücklich! Neid, Missgunst, Wut und Hass treiben einen in einem Teufelskreis und sorgen definitiv für Unglück. Wenn noch nicht jetzt, aber sicherlich irgendwann später. Krankheitstechnisch kann man immer vieles herauf beschwören.
Die entscheidene Frage ist, was lasse ich in meinem Leben zu, und was brauche ich, damit ich mich wohl fühle und zufrieden leben kann. Glück ist ein Zustand, der kurz, kostbar und rar ist. Und ich bezweifle, dass viele das selbe unter Glück verstehen.
Wer sich über TV/Radio-Werbung und den Blödsinn, der läuft aufregt, sollte einfach ganz darauf verzichten. Was man nicht sieht und hört, belastet einen auch nicht.
Wenn andere anderer Meinung sind, sollte man ihnen diese lassen, denn jeder verfolgt sein eigenes Ziel.
Wenn Freunde falsche Wege einschlagen, sollte man ihnen diese gehen lassen (gegen einen guten Rat ist nie etwas einzuwenden), denn nur sie selbst können (durch Fehltritte) dazu lernen und sich weiter entwickeln.
Wenn einem die Politik- und Wirtschaftslage zu Kopfe steigt und man sich nur darüber aufregen könnte, sollte man sich entweder dafür eintscheiden, direkt mitzumischen, in dem man sein Leben darauf aufbaut, oder sich dagegen abschirmen, indem man nur das Grundlegendste verfolgt und nicht groß (negative) Gedanken daran verschwendet. Denn man kann es einfach nicht ändern, außer man wirkt aktiv selbst mit!
Wenn Menschen einen nicht gut tun -und jetzt kommt das schwierige- sollte man sie ziehen lassen.
Situationen, die einen belasten oder unglücklich machen, sollte man ändern. Nur wenn Türen zugehen, können andere, Neue aufgehen. Wer an sich glaubt und vertraut, der sollte keine Angst davor haben!
Leben und leben lassen, sicher nicht einfach. Doch wer es schafft, kann nur gewinnen...
27. April 2014
13. April 2014
[un]reality
Verträumt schaue ich aus dem Fenster. Versuche einen Gedanken zu fassen, doch nur unendlich weite Leere rauscht durch meinem Kopf.
Ich stehe auf und gehe in die Küche. Was ich dort will, weiß ich nicht.
Ich betrachte meine kleine Küchenzeile, schaue von den schmalen Strauß frischer Petersilie zu dem kleinen Körbchen voll mit roten Tomaten und Paprikaschoten. Betrachte die Außenwand meines Kühlschrankes, lese mir, wie schon hundert Male zuvor, die Kärtchen mit Sprüchen durch, sehe meine Magneten darüber haften, sehe das gleiche Bild wie immer.
Ich gehe zurück in mein Wohnzimmer und bleibe mitten im Raum stehen. Schaue mich um, und weiß nicht was ich suche. Ich spüre sie, die Unruhe in mir, doch kann ich sie nicht greifen, keinen Namen geben.
Ich habe durst und gehe wieder in die Küche. Mein Blick streift nur beiläufig das Zeug, was unter dem Stuhl liegt, der vor dem kleinen Tisch in der Ecke steht. Ich fülle mir ein Glas mit Wasser und nippe daran, und schaue desinteressiert zurück zu meinem Stuhl. Meine Tasche, wie sie jeden Tag dort drauf liegt, ist geöffnet. Mein Schlüsselbund hängt schlapp heraus, fast bis zum Boden hinunter. Ich folge das Band, und bleibe wieder an dem Zeug unter'm Stuhl hängen. Ich sehe etwas vorblitzen, gehe hin und schaue nach. Ich nehme einen Pullover von mir hoch, der irgendwann von der Lehne heruntergefallen sein muss, und finde meine neuen Sportschuhe. Ständig lagere ich meine Klamotten in der Küche, und vergrabe oft andere Dinge.
Ich stelle das Glas ab und nehme die Schuhe in den Händen und begutachte sie. Automatisch schaue ich aus dem Küchenfenster nach draußen, sehe mir den Himmel an. Als würden sie mich leiten, ohne dass ich den Gedanken richtig fassen kann.
Und dann kam der Drang, hinaus und einfach loszulaufen, unausweichlich. Ich stellte mir vor wie ich durch's Grün laufe, wie ich alles hinter mir lasse, wie mein Kopf leichter wird und der Körper schwerer. Ich spüre die Energie, und während ich noch träume, suche ich wie von anderes besessen meine Sportsachen zusammen. Schlüpfe in der Dreiviertelhose, ziehe mir mein Sportshirt über. Schlüssel, Handy und ein Taschentuch stopfe ich in den Taschen der Joggingjacke, die mit Reißverschlüssen an den Taschen der Seiten versehen ist, und werfe sie mir über.
Und dann laufe ich einfach los, völlig vorfreudig.
Ich laufe den Weg, der am Friedhof vorbei führt, den ich immer nehme. Betrachte die wunderschönen, blühenden Bäume und atme deren süßlichen Duft ein.
Die Sonne ist fern, und der Nachmittag sieht aus, als würde er schon Abend sein wollen.
Mein Weg, nur geradeaus.
Ich schaue immer wieder in den Himmel hoch; die Atmosphäre ist sonderbar, so unwirklich, und wieder wird es in meinem Kopf ganz still. Das Vogelgezwitscher, der Lärm von einigen Autos, das fliegende Flugzeug im Hintergrund.
Alles entfernt sich.....und dann ist da dieser Schatten, der mich mit sich reißt.
Plötzlicht ist es Nacht, und wo eben noch grüne Blätter und strahlende Blüten an Bäumen und Stäucher hingen, ragen nur noch verdörrte und knochige Äste empor.
Ein unheimlicher Wind säuselt an mir vorbei, und ich spüre, das irgendetwas nicht stimmt.
Ich laufe immer noch die selbe Strecke, nur scheint diese ewig lang zu sein. Die Straße rechts von mir ist verlassen, nur einige Verpackungsreste werden vom Wind an mir vorbei getragen.
Ich laufe einfach weiter. Den Weg will ich nicht wechseln, denn ich weiß, dass dann etwas schreckliches passieren wird. Ich kann auch nicht stehen bleiben.
Ich wage einen kurzen Blick nach hinten, und ehe ich mich versehe, stolpere ich und falle nach vorn. Ich falle immer weiter, stürze tief in ein dunkles Loch hinein. Alles um mich herum dreht sich und verschwimmt, es verschwindet.
Und so wie alles um mich herum verschwindet, so löse auch ich mich auf...in einem Nebel, so unscheinbar.
Ich stehe auf und gehe in die Küche. Was ich dort will, weiß ich nicht.
Ich betrachte meine kleine Küchenzeile, schaue von den schmalen Strauß frischer Petersilie zu dem kleinen Körbchen voll mit roten Tomaten und Paprikaschoten. Betrachte die Außenwand meines Kühlschrankes, lese mir, wie schon hundert Male zuvor, die Kärtchen mit Sprüchen durch, sehe meine Magneten darüber haften, sehe das gleiche Bild wie immer.
Ich gehe zurück in mein Wohnzimmer und bleibe mitten im Raum stehen. Schaue mich um, und weiß nicht was ich suche. Ich spüre sie, die Unruhe in mir, doch kann ich sie nicht greifen, keinen Namen geben.
Ich habe durst und gehe wieder in die Küche. Mein Blick streift nur beiläufig das Zeug, was unter dem Stuhl liegt, der vor dem kleinen Tisch in der Ecke steht. Ich fülle mir ein Glas mit Wasser und nippe daran, und schaue desinteressiert zurück zu meinem Stuhl. Meine Tasche, wie sie jeden Tag dort drauf liegt, ist geöffnet. Mein Schlüsselbund hängt schlapp heraus, fast bis zum Boden hinunter. Ich folge das Band, und bleibe wieder an dem Zeug unter'm Stuhl hängen. Ich sehe etwas vorblitzen, gehe hin und schaue nach. Ich nehme einen Pullover von mir hoch, der irgendwann von der Lehne heruntergefallen sein muss, und finde meine neuen Sportschuhe. Ständig lagere ich meine Klamotten in der Küche, und vergrabe oft andere Dinge.
Ich stelle das Glas ab und nehme die Schuhe in den Händen und begutachte sie. Automatisch schaue ich aus dem Küchenfenster nach draußen, sehe mir den Himmel an. Als würden sie mich leiten, ohne dass ich den Gedanken richtig fassen kann.
Und dann kam der Drang, hinaus und einfach loszulaufen, unausweichlich. Ich stellte mir vor wie ich durch's Grün laufe, wie ich alles hinter mir lasse, wie mein Kopf leichter wird und der Körper schwerer. Ich spüre die Energie, und während ich noch träume, suche ich wie von anderes besessen meine Sportsachen zusammen. Schlüpfe in der Dreiviertelhose, ziehe mir mein Sportshirt über. Schlüssel, Handy und ein Taschentuch stopfe ich in den Taschen der Joggingjacke, die mit Reißverschlüssen an den Taschen der Seiten versehen ist, und werfe sie mir über.
Und dann laufe ich einfach los, völlig vorfreudig.
Ich laufe den Weg, der am Friedhof vorbei führt, den ich immer nehme. Betrachte die wunderschönen, blühenden Bäume und atme deren süßlichen Duft ein.
Die Sonne ist fern, und der Nachmittag sieht aus, als würde er schon Abend sein wollen.
Mein Weg, nur geradeaus.
Ich schaue immer wieder in den Himmel hoch; die Atmosphäre ist sonderbar, so unwirklich, und wieder wird es in meinem Kopf ganz still. Das Vogelgezwitscher, der Lärm von einigen Autos, das fliegende Flugzeug im Hintergrund.
Alles entfernt sich.....und dann ist da dieser Schatten, der mich mit sich reißt.
Plötzlicht ist es Nacht, und wo eben noch grüne Blätter und strahlende Blüten an Bäumen und Stäucher hingen, ragen nur noch verdörrte und knochige Äste empor.
Ein unheimlicher Wind säuselt an mir vorbei, und ich spüre, das irgendetwas nicht stimmt.
Ich laufe immer noch die selbe Strecke, nur scheint diese ewig lang zu sein. Die Straße rechts von mir ist verlassen, nur einige Verpackungsreste werden vom Wind an mir vorbei getragen.
Ich laufe einfach weiter. Den Weg will ich nicht wechseln, denn ich weiß, dass dann etwas schreckliches passieren wird. Ich kann auch nicht stehen bleiben.
Ich wage einen kurzen Blick nach hinten, und ehe ich mich versehe, stolpere ich und falle nach vorn. Ich falle immer weiter, stürze tief in ein dunkles Loch hinein. Alles um mich herum dreht sich und verschwimmt, es verschwindet.
Und so wie alles um mich herum verschwindet, so löse auch ich mich auf...in einem Nebel, so unscheinbar.
8. April 2014
the colour of healthy food #1
"...vom liebevollen Abputzen, das zärtliche Zurechschneiden, entspanntes würzen. Von Markschlendereien, vom Neugierde stillenden Betrachten, das Auswählen reifer Art. Das wenden in Pfannen, das Anrichten auf Tellern, den letzten Schliff verpassen. Aufmeksam Bissen für Bissen, das wohltuende Gesunde, Farbexplosionen. Denn das Auge isst mit, der Geist übrigens auch..."
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| Div. Gemüse und Obst |
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| Putenbrust mit div. Gemüse in Erdnusssauce |
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| Guacamole mit Gemüsesticks |
3. April 2014
Würdigung der Stille
Lange ist es her, als ich durch die einsamen Wege von Friedhofsanlagen schlenderte. Fasziniert von den geschmückten Gräbern, überwältigt von der ruhigen und traurigen Stimmung. Nur wenige Menschen waren immer zu sehen gewesen, die zielstrebig und in vollkommener Abwesenheit das Grab eines verstorbenen, vermissten Menschen pflegten. Nie wurde der Mund benutzt, um Gedanken auszusprechen, nie brauchte man sich erklären. Es war in Ordnung, andere nicht wahrzunehmen.
Lange ist es her, als ich die stille Luft einatmete, und die Schwere in mir hinaus blies, täglich meine Runden um die Kirche lief, und die Last auf meinen Schultern immer größer wurde.
Friedhöfe strahlen eine lebendige Ruhe aus, wie sie nur selten auf der Welt zu finden ist. Dort ist Schweigen willkommen, dort braucht man nicht die Maske des Lächelns aufsetzen, keine Glückseligkeit spielen.
Heute treibe ich mich gerne in Bibliotheken herum. Auch dort ist die Stille etwas ganz besonderes, der Sinn gegensätzlich.
Die vielen kurzen Gänge zwischen den vollgestopften Regalen laden zum stummen schlendern ein. Ein Ort, an dem man alles andere für Minuten und gar Stunden vergessen kann. Ein Ort, wo so viel Wissen flüstert, welches weitergegeben werden möchte. Ein Ort voller fremder Welten und einzigartigen Geschichten, ähnlich wie auf dem Friedhof, nur lebendiger.
Heute laufe ich dort Runden, mein Lächeln formen meine Lippen ganz automatisch, und doch werde ich stark an früher erinnert. Mit ganzer Würdigung schreite ich an Bücherrücken vorbei, suche nach Wissen, ignoriere die anderen. Atme immer noch stille Luft ein, doch hauche ich nun Geduld hinaus. Erkenntnis früheren Wissens, wie es mit den Jahren gekommen ist. Die Last habe ich von mir genommen, und bin nun neugierig auf das was vor mir liegt.
Und ich weiß schon jetzt, bald werde ich weiter ziehen, und einen neuen, interessanten Ort kennen lernen, dessen Stille zu würdigen sich lohnt, wo mein Lächeln weiterleben wird...
Lange ist es her, als ich die stille Luft einatmete, und die Schwere in mir hinaus blies, täglich meine Runden um die Kirche lief, und die Last auf meinen Schultern immer größer wurde.
Friedhöfe strahlen eine lebendige Ruhe aus, wie sie nur selten auf der Welt zu finden ist. Dort ist Schweigen willkommen, dort braucht man nicht die Maske des Lächelns aufsetzen, keine Glückseligkeit spielen.
Heute treibe ich mich gerne in Bibliotheken herum. Auch dort ist die Stille etwas ganz besonderes, der Sinn gegensätzlich.
Die vielen kurzen Gänge zwischen den vollgestopften Regalen laden zum stummen schlendern ein. Ein Ort, an dem man alles andere für Minuten und gar Stunden vergessen kann. Ein Ort, wo so viel Wissen flüstert, welches weitergegeben werden möchte. Ein Ort voller fremder Welten und einzigartigen Geschichten, ähnlich wie auf dem Friedhof, nur lebendiger.
Heute laufe ich dort Runden, mein Lächeln formen meine Lippen ganz automatisch, und doch werde ich stark an früher erinnert. Mit ganzer Würdigung schreite ich an Bücherrücken vorbei, suche nach Wissen, ignoriere die anderen. Atme immer noch stille Luft ein, doch hauche ich nun Geduld hinaus. Erkenntnis früheren Wissens, wie es mit den Jahren gekommen ist. Die Last habe ich von mir genommen, und bin nun neugierig auf das was vor mir liegt.
Und ich weiß schon jetzt, bald werde ich weiter ziehen, und einen neuen, interessanten Ort kennen lernen, dessen Stille zu würdigen sich lohnt, wo mein Lächeln weiterleben wird...
26. März 2014
Between Colours
"...so wie die Sonne strahlt, lachen auch die Blumen's Blüten. Hartnäckig hält sich kühle Luft. Der Reif, er will nicht weichen, müssen warten, wir alle nun. Doch ganz kleines bisschen schaffen sie's, die kleinen Knospen zu erwachen, zeigen Farbenpracht daher, die uns wärmen, solang im Herz..."
15. März 2014
Der Diätenwahnsinn...
...und wie man ihn entkommen kann.
Jetzt wo die Temperaturen endlich
wieder milder werden, die Knospen sprießen und wir den dicken
Wintermantel ablegen können, locken sämtliche Zeitschriften und
Onlineplattformen mit den besten Abnehmtricks; der Diätenwahnsinn
beginnt. Alle Jahre wieder...
Die Bauch-Weg-Diät, die noch besser
ist, die Stoffwechseldiät, die effektiver sein soll, und die
Fastenkur, die die Winterzeit im Körper schneller beendet. Die
Saisondiät, die Wundersuppendiät, die Blitzdiät. Nur um mal einige
genannt zu haben.
Alle versprechen sie gemeinsam, in
kürzester Zeit viel abzunehmen, es darf sogar geschummelt werden. An
den Jojo-Effekt wird nicht gedacht, auch nicht an die körperlichen
Folgen während einer Diät.
Wissen ist Macht, und mächtig wollen
wir alle sein.
Man könnte meinen, in der Ernährung
lernt man nie aus. Da jeder Körper unterschiedlich 'tickt', ist
es wahrscheinlich auch so.
Doch welche Diät ist nun für einem
selbst richtig?
Ich würde meinen, gar keine.
Obwohl auch ich ständig seit zehn,
zwölf Jahren den überflüssigen Kilos an meinem Körper den Kampf
ansage, habe ich nie was von Diäten gehalten. Mal hier etwas
weniger, mal dort etwas weniger, zwischendurch mehr Sport. Aber mich
so richtig an einem Konzept gehalten hatte ich mich nie. Mal wog ich etwas mehr, mal etwas weniger. Ein ständiges Auf und Ab.
Es sind nun schon fast zwei Jahre her, als ich
angefangen hatte, mich für meiner Ernährung und meinem Körper zu
interessieren. Und noch immer lerne ich dazu. Ich bin vieles
nachgegangen, habe ausprobiert, bin gescheitert und war erfolgreich.
Und mittlerweile könnte ich behaupten, das Ziel schon zu sehen.
Um es kurz zu machen: Das Geheimrezept
besteht aus Selbstanalyse, informieren bzgl. Ernährung und das
bewusste Wahrnehmen. Darauf möchte ich gerne kurz näher eingehen.
Selbstanalyse
Man selbst ist der Mittelpunkt des
Lebens. Darum geht es, um Zufriedenheit, Selbstverwirklichung, das
Ausleben der Dinge, die man gerne macht und mag. Seinen persönlichen
Weg zu finden.
Und doch läuft eher mehr schief als
gut. Ängste und Zweifel sind unser stetiger Begleiter, Erfahrungen
(und Enttäuschungen) halten uns ganz fest umklammert.
Wer etwas ändern will, muss sich erst
einmal sich selbst stellen.
Warum das Ganze? Weil man dann auch die
Unzufriedenheit mit dem Körper angehen kann.
Hat man das geschafft, ist man schon
ein ordentliches Stück weiter!
Nun kann man schauen, inwiefern das
alles unsere Essensweise beeinflusst, denn viele von uns denken, dass
(fettiges und übersüßtes) Essen unser bester Freund sei und uns
immer glücklich macht. Das er aber das genaue Gegenteil ist, wollen
wir nicht hören.
Warum stopfen wir uns mit Schokolade &
Co voll, wenn wir traurig oder enttäuscht sind? Warum verkrauchen
wir uns im Bett, inkl. Pizza und Pasta, wenn wir einsam sind? Warum
essen wir Fettiges und Ungesundes, wenn wir gehetzt und gestresst
sind? Wenn der Körper Nahrung benötigt, haben wir Hunger. Doch
meist essen wir eher wegen Heißhunger, Gelüste und aus Frust. Und
das schlimme, wir kriegen manchmal gar nicht mit, dass wir essen, und
vor allem nicht, wie viel.
Sich selbst beobachten ist angesagt!
Von Vorteil ist auch ein Esstagebuch, um sein Verzehr bewusst
mitzubekommen.
Informieren
Nur wer weiß was der Körper braucht
(und wie viel davon) kann das Ausmaß seiner alten (schlechten)
Ernährung begreifen. Nur wer sich mit den verschiedensten Lebensmitteln beschäftigt
weiß, was gut und was schlecht ist.
Wer Profi auf diesem Gebiet ist,
der weiß sogar, wie unglaublich intrigant, Macht und Geld besessen
die Lebensmittelindustrie ist, auf Kosten der Gesundheit aller.
Die Macht der Gewohnheiten siegt
meistens über einen, und das was der Bauer nicht kennt, frisst er
auch nicht. Sich schlau machen über Lebensmittel ist Pflicht, auch
was wir an Nährstoffen, etc. wir bei unserer Größe und unserem
Gewicht überhaupt benötigen.
Ich habe mittlerweile so einige Bücher
durchgelesen, mich durch Blogs und Internetseiten geklickt, und war
schon kurz davor alles über den Haufen zu schmeißen, weil ich das
Gefühl hatte wahnsinnig zu werden. Ich weiß, dass einem immer sehr
viele Steine im Weg gelegt werden, und da ich ein vollkommenes und
rundum glückliches, zufriedenes Leben führen möchte, ist die
Ernährung nun mal auch wichtig, und ich blieb dran. Denn wenn der
Körper nicht mehr richtig mitspielt, bin ich nicht mehr richtig ich,
denn ich müsste eingeschränkt leben, und würde so wiederum nicht glücklich
werden.
Es gibt Menschen, die sind mit weniger
zufrieden und leben begrenzt, und manche wollen das volle Programm.
Und dafür gebe ich alles.
Man sollte auch mal beobachten, wie gut
einem Nahrungsmittel bekommen. Gewürze und Tees sind übrigens super
Helfer, was die Verdauung, den Geschmack und dem Körpersystem
betreffen!
Bewusstes Wahrnehmen
Wer ein halbes Lebensmittellexikon in
seinem Gedächtnis hat, der weiß, dass Diäten nicht lange etwas und viel
bringen. Man hat für einige Tage ein paar Kilos abgenommen, dafür
in ein paar Wochen wieder drauf, evtl. sogar mehr.
Wer mit dem Wissen weise geworden ist,
der weiß, dass Ernährungsumstellung im Allgemeinen das Zauberwort heißt. (Ess)Gewohnheiten erlangen wir sehr schnell, doch diese können
wir auch wieder ablegen, bzw. ändern. Alles was negativ ist, kann in
Positives umgewandelt werden, das sollte man nie vergessen!
Wer seine Lebensmittel bewusst zu sich
nimmt, gewinnt nicht nur für seinen Körper, sondern gleich für's
ganze Leben. Das Bewusstsein, sich und seinem Körper etwas Gutes zu
tun, der gibt auch seiner Seele ihren Frieden, und somit können sich
auch alle anderen Wahrnehmungen verändern. Man wird aufmerksamer,
man strahlt mehr Selbstvertrauen aus, man springt vor lauter Energie im Dreieck, man ist zufrieden!
Ich kann das natürlich nur aus meiner
Sicht beurteilen, aber ich bin mir sicher, dass es die anderen nicht
unbedingt anders sehen.
Das war die/meine Theorie, kurz
zusammen gefasst. Anfangs können natürlich Disziplin und
Durchhaltevermögen eine wesentliche Rolle spielen, aber wichtig ist,
dass man nicht aufgibt. Auch ich brauche manchmal noch 'Pausen', oder
denke dass es doch so einfach ist, sich die Lügen und Intrigen der
Lebensmittelindustrie hinzugeben, und in dem Alter wird das irgendwie
schon, mit Tabletten & Co.
Ich bin nach wie vor weder Veganer noch
Vegetarier. Auch wenn ich oft vegetarisch oder gar vegan esse, ich
könnte nie auf Fleisch, Fisch und Milchprodukte verzichten. Klar,
auch diese Gewohnheit könnte ich mir abgewöhnen, aber ich möchte
es gar nicht. Nicht nur weil ich Abwechslung in meinem Essensplan
brauche, sondern weil ich finde, dass es die Lebenskette nun mal
nicht unbedingt vorsieht, dass wir vegan leben müssen. Tiere essen
andere Tiere, und als Neandertaler jagten wir schließlich auch
Lebewesen, um zu überleben. Natürlich ist das heutzutage zu einem
enormen, katastrophalen Problem geworden, und diese Überproduktion
und Verschwendung von Lebensmittel gehen auch mir immer wieder an die Nieren. Aber das
ist widerum ein ganz anderes Thema...
6. März 2014
Morgenruhe
Es ist wieder soweit. Der Frühling streckt seine Fühler aus und will mich greifen, fest in seinen Armen schlingen, mich liebkosen und mir ein Stückchen Glück schenken...
7:42Uhr, irgendwo Randberlin.
Der Entschluss zu laufen ist gar nicht so leicht, als wie man zu glauben meint. Doch hat man ihn erstmal bezwungen, funktioniert alles von ganz alleine.
Der Weg ist mir nicht mehr gut im Gedächnis; ich gehe einfach drauf los. Wenn ich mal nicht weiter weiß, brauche ich nur die Spitze des hohen Turms am Himmel zu suchen, und ich weiß, welche Wege meine Füße einschlagen müssen.
Es ist so früh. Trotz der angekündigten Frühlingsgrade klaubt sich hauchdünn der Reif an die Welt fest. Auf Autos, auf Knospen, an Häusermauern und Straßenschlidern. Das verlassene Betriebsgelände neben mir wirkt noch verlassener, und im Hintergrund glaube ich kleine, fast durchsichtige Staubbüschel an den Hallenaußenwänden vorbeifegen zu sehen, die vom frischen Morgenwind geschubst werden.
Ich spüre die Kälte unter meinen dünnen Mantel krauchen, und anfangs frage ich mich selbst, ob ich nicht lieber umkehren soll, zurück ins warme Heim, wo ich mir einen heißen Kräutertee machen und mich tief unter Decken graben könnte.
Die Sonne ist hinter dünnen, einheitlichen Wolken verdeckt und ich bezweifle, dass sie es in den nächsten drei Stunden schaffen wird, sich einen Weg durch sie zu bahnen.
Doch ich gebe nicht auf und gehe einfach weiter, lasse knochige Bäume und kaputten Pflasterstein hinter mir. Ich lasse nicht zu dass sich meine Muskeln verkrampfen, und laufe einfach weiter, denn mit jedem Schritt ist das Ziel näher.
Die Straßen sind verlassen, richtig unheimlich, denke ich.
Sonntags sind die Straßen oft am Tagensanfang und Tagesende leer, und mit viel Fantasie kann man sich einreden, als suche die Pest die Großstadt heim.
Manchmal frage ich mich, wie es wäre, wenn die Welt vor der Ausrottung stehen würde, so wie es in unzähligen Katastrophenfilmen dargelegt wird. Wenn plötzlich die Bedrohung, in welcher Form auch immer, näher rückt und man nicht weiß, ob es gut oder schlecht ist, weiterleben zu müssen.
Ich verdränge die Bilder aus meinen Kopf und gehe zügiger, damit mir wärmer wird.
Ich habe nun schon ein gutes Stück zurückgelassen. Und nun sehe ich auch vereinzelte Menschen, überwiegend ältere, über die Straße huschen. Die Brötchentüte fest am Leib gedrückt, als könnte man sich an ihnen wärmen. Die Mäntel werden straffer zugezogen, anscheinend hat niemand mit diesem kalten Morgen gerechnet. Selbst nur der Gang zum Bäcker ist enorm ungemütlich.
Ich passiere eine kleine Parkinsel, die sich zwischen den Häuserblocks mir in dem Weg stellt. Einige Spatzen hocken im Geäst und beobachten mich scharf. Zwei kommen herunter geflogen und betteln mich an. Ich ignoriere sie und gehe weiter.
Ich laufe nur noch an hohen Wohnhäusern vorbei, mal pastellgelbe, mal bräunliche. Welche mit Balkon, andere ohne. Manche saniert, andere alt und dreckig.
Mein Umfeld wird lebendiger, je näher ich dem Stadtzentrum komme. Straßen werden von einigen Autos und Rädern befahren, Menschen kreuzen meinen Weg oder laufen mirtmir in die selbe Richtung, weil die Bushaltestelle auf dem Weg liegt. Menschen mir Hunden an den Leinen oder Kindern an den Händen.
Ich muss die Hälfte der Strecke hinter mich haben, jetzt wird es ganz schnell gehen. Ich sehe den hohen Turm nun größer und dominanter sich am Himmel abzeichnen. Die Richtung meines Weges ist überwiegend schnurstracks geradeaus. Und so gehe ich weiter, mit Schweiß im Nacken, und schau mir die Stadt am Morgen an.
7:42Uhr, irgendwo Randberlin.
Der Entschluss zu laufen ist gar nicht so leicht, als wie man zu glauben meint. Doch hat man ihn erstmal bezwungen, funktioniert alles von ganz alleine.
Der Weg ist mir nicht mehr gut im Gedächnis; ich gehe einfach drauf los. Wenn ich mal nicht weiter weiß, brauche ich nur die Spitze des hohen Turms am Himmel zu suchen, und ich weiß, welche Wege meine Füße einschlagen müssen.
Es ist so früh. Trotz der angekündigten Frühlingsgrade klaubt sich hauchdünn der Reif an die Welt fest. Auf Autos, auf Knospen, an Häusermauern und Straßenschlidern. Das verlassene Betriebsgelände neben mir wirkt noch verlassener, und im Hintergrund glaube ich kleine, fast durchsichtige Staubbüschel an den Hallenaußenwänden vorbeifegen zu sehen, die vom frischen Morgenwind geschubst werden.
Ich spüre die Kälte unter meinen dünnen Mantel krauchen, und anfangs frage ich mich selbst, ob ich nicht lieber umkehren soll, zurück ins warme Heim, wo ich mir einen heißen Kräutertee machen und mich tief unter Decken graben könnte.
Die Sonne ist hinter dünnen, einheitlichen Wolken verdeckt und ich bezweifle, dass sie es in den nächsten drei Stunden schaffen wird, sich einen Weg durch sie zu bahnen.
Doch ich gebe nicht auf und gehe einfach weiter, lasse knochige Bäume und kaputten Pflasterstein hinter mir. Ich lasse nicht zu dass sich meine Muskeln verkrampfen, und laufe einfach weiter, denn mit jedem Schritt ist das Ziel näher.
Die Straßen sind verlassen, richtig unheimlich, denke ich.
Sonntags sind die Straßen oft am Tagensanfang und Tagesende leer, und mit viel Fantasie kann man sich einreden, als suche die Pest die Großstadt heim.
Manchmal frage ich mich, wie es wäre, wenn die Welt vor der Ausrottung stehen würde, so wie es in unzähligen Katastrophenfilmen dargelegt wird. Wenn plötzlich die Bedrohung, in welcher Form auch immer, näher rückt und man nicht weiß, ob es gut oder schlecht ist, weiterleben zu müssen.
Ich verdränge die Bilder aus meinen Kopf und gehe zügiger, damit mir wärmer wird.
Ich habe nun schon ein gutes Stück zurückgelassen. Und nun sehe ich auch vereinzelte Menschen, überwiegend ältere, über die Straße huschen. Die Brötchentüte fest am Leib gedrückt, als könnte man sich an ihnen wärmen. Die Mäntel werden straffer zugezogen, anscheinend hat niemand mit diesem kalten Morgen gerechnet. Selbst nur der Gang zum Bäcker ist enorm ungemütlich.
Ich passiere eine kleine Parkinsel, die sich zwischen den Häuserblocks mir in dem Weg stellt. Einige Spatzen hocken im Geäst und beobachten mich scharf. Zwei kommen herunter geflogen und betteln mich an. Ich ignoriere sie und gehe weiter.
Ich laufe nur noch an hohen Wohnhäusern vorbei, mal pastellgelbe, mal bräunliche. Welche mit Balkon, andere ohne. Manche saniert, andere alt und dreckig.
Mein Umfeld wird lebendiger, je näher ich dem Stadtzentrum komme. Straßen werden von einigen Autos und Rädern befahren, Menschen kreuzen meinen Weg oder laufen mirtmir in die selbe Richtung, weil die Bushaltestelle auf dem Weg liegt. Menschen mir Hunden an den Leinen oder Kindern an den Händen.
Ich muss die Hälfte der Strecke hinter mich haben, jetzt wird es ganz schnell gehen. Ich sehe den hohen Turm nun größer und dominanter sich am Himmel abzeichnen. Die Richtung meines Weges ist überwiegend schnurstracks geradeaus. Und so gehe ich weiter, mit Schweiß im Nacken, und schau mir die Stadt am Morgen an.
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