Erst war nichts zu hören.
Die wenigen Dorfbewohner verkrochen sich, suchten Schutz in ihre alten Bauten, an denen schon die uralten Steine zerbröselten. Die undichten Fenster waren alle samt mit Stoff behangen, um auch den kleinsten Schein auszusperren. Und obwohl die Bauten alles andere als gut verputz und hördicht waren, drang nichts nach draußen, weil die Leute sich nicht mal mehr trauten, sich zu bewegen. Nicht mehr als nötig, lediglich nur, um zum Kühlschrank zu schleichen, um sich halbkaltes Wasser hinterzukippen, damit ihr Körper nicht gänzlich ausdörrte.
Aber heute nichts. Man könnte meinen, die Hütten verbergen Leichen.
Das Thermometer kletterte weiter gen 40, obwohl die Mittagssonne nicht einmal ganz oben stand. Der blasse Himmel war unendlich, die Wolken schienen verdampft.
Ich fleetzte draußen auf dem Boden der höltzernen Terasse im Schatten und ignorierte meinen Schweiß, der mir im Nacken hinunter rann. Mein kurzes Haar klebte mir an Stirn und Kopf, und hin und wieder juckte mein Dreitagebart, über dem ich dann fahren musste.
Mein helles Hemd war fleckig und feucht, so wie meine Hose.
Auch ich war unfähig mich zu bewegen. Hier gab es auch keinen Grund, sich zu bewegen. Dei Felder waren schon lange ausgetrocknet und halb verbrannt, die Ernte dahin.
Man versprach uns Versorgung, schon seit Tagen, doch ich höre nichts. Sehen kann ich auch nichts in der Ferne, denn die Sonne blendete so sehr und schmerzt in den Augen.
Immer wieder versuche ich ein Geräusch auszumachen, doch nicht einmal ein Vogel fliegt vorbei, oder eine Ratte lässt es unter der Terasse rascheln. Nicht mal eine fette Fliege summt nervig um meinen Körper herum. Kein Windhauch, der heiß umher säuselt.
Ich höre einfach nichts.
Und bevor ich mich der Hitze berauschen konnte, mich flachatmig der Ohnmacht hingeben konnte, hörte ich etwas. Immer noch unfähig den Kopf zu erheben, Ausschau zu halten, meine Neugierde nachzugehen, konzentrierte ich mich, oder versuchte es zumindest.
Meine Kehle fühlte sich schmerzhaft rau an, mein Magen war flau und knurrte, meine Hände trocken und rissig wie das Holz, auf denen sie lagen.
Alles setzte ich auf ein Geräusch. Und ich hoffte, ja betete zu Gott, dass es das richtige Geräusch ist, was sich in meine Ohren schob.
Nur ganz sanft, ein monotones Geräusch, ein Brummen, kaum wahrnehmnbar. Vielleicht täuschte mich auch nur mein Gehirn, vielleicht wünschte ich es mir so sehr, der Hitze zu entkommen, dass ich es mir nur einbildete. Und doch, es war immer noch da. Ich konnte nicht ausmachen, ob es lauter wurde, ich konnte nur abwarten. Weiter abwarten, wie die letzten ewigen Stunden an diesem Gott verlassenen Ort.
Ich wollte mich fragen, ob es noch jemand anderen gab, der wie ich es hörte, doch ich fühlte mich zu schwach und hitzig, um noch klare Gedanken zu formen.
Mein ganzes Gehirn schien nur eins wahrzunehemen, und das war diese stickige Hölle, die uns seit etlichen Wochen heimsuchte.
Schwach betete ich im Inneren weiter, wann immer ich Gelegenheit dazu bekam. Ich spürte, wie mich die Enge der glühenden Luft langsam überkam. Ich wusste, bald würde es vorbei sei. Bald hat mich die Hölle gefressen, so wie die stinkenden Leichen in den alten, herunter gekommenen Bauten.
11. Juni 2014
1. Juni 2014
Der Supermarkt - Schein & Trug
Wenn man den ganzen Plakaten, Webeflyern, Radiospots und wahrscheinlich auch die Worte der Mitarbeiter div. Einkaufsmärkte trauen und ihnen Glauben schenken würde, wäre der Supermarkt ein einziges Paradies, welches Glück, Gesundheit und Zufriedenheit verkündet.
Was die Supermärkte aber von uns wollen, ist -einzig und allein- unser Geld.
Fangen wir doch mal beim Einfachsten an...beim Aufbau eines Marktes.
Schon die Enge der Gänge treibt den einen oder anderen in den Wahnsinn, erst recht wenn noch vollbepackte Paletten oder leere Kartons herumstehen. Die Breite der Gänge ist allerdings mit Hintergedanken gewählt. Der Kunde soll doch schließlich ganz nah an den Regalen vorbeigehen und eventuell das eine oder andere mitnehmen. Außerdem ist es pure Absicht, dass der Kunde ausgebremst wird. Oft heißt es ja: 'schnell mal einkaufen gehen'. Etwas, was der Supermarkt einen austreiben möchte. Er spricht förmlich zu uns und sagt, dass wir langsam und gemütlich gehen solllen, um dadurch mehr zu sehen, mehr Appetit zu bekommen, um letztenlich mehr zu kaufen. Daher sind auch gerne am Eingang die sogenannten 'Zwischentische' mit Aktionsware zu sehen, vorteilhaft in leuchtendem Rot.
Gehen wir weiter... die Kühlregale. Immer mehr Prudukte werden 'To Go' angeboten. Man weiß, dass viele Menschen es eilig haben oder schlichtweg faul sind. Deswegen will man es ihnen so einfach wir nur möglich machen - Preise spielen dabei keine Rolle. Obstsalat to go, Grüner Salat to go, Sandwiches to go, Smoothies to go, Säfte to go, ... Aber nicht nur das, für die extrem faulen Leute gibt es ja schon seit langem Schinkenwürfel geschnitten, Käse gerieben, Nudeln vorgekocht und Brote geschmiert. Neudings auch Käsewürfel und Mettberge portioniert. Dass diese Ware schneller verderblich ist und noch einen Extrazusatz an div. Stoffe hat (weil der geriebene Käse darf ja nicht aneinander kleben), sehen viele nicht. Gearde beim Käse ist das auch so eine Sache mit dem Geschmack, da dieser mehr Angriffsfläche bietet, als ein ganzes Stück. Fast auf die Gesundheit geschissen, auf den edlen Preis sowieso - hauptsache schnell und praktisch!
Weiter gehts zum Trockensortiment... in Augenhöhe natürlich die Marken, am besten die Teuersten, damit die auch jeder sieht. Da die faulen Leute sich auch ungern bücken, sind die günstigeren Produkte -die meist nicht mal qualitativ schlechter sind- ganz unten zu finden. Oben kommt meist die Mittelgrenze. Weil manche Leute sich auch gerne veralbern lassen, greifen wsie oft zu den Markenartikeln, die gerade reduziert wurden. 5-15% Ersparnis ist ja auch der Hit. Kostet nur leider trotzdem mehr. Dass manche Supermarktketten generell erhöhte Preise haben als die anderen, kleineren, wird auch gerne übersehen. Sicher, manchmal lohnt es sich, wenn ein Artikel in der Werbung ist, und man den eh gerne kauft - ich will hier nicht die ganze Aktionsware schlecht schreiben. Am Besten ist immer die Masche 'ab 3 Artikel soundso viel gespart'. Da kann man nur hoffen, dass man dieses Prinzip durchschaut, denn mehr als 5, 10 Cent spart man da auch meist nicht. Nur der Konsument geht mit zwei Packungen mehr nach Hause - und glaubt mir, die sind genauso schnell weg, als wenn er nur eine gekauft hätte! (Zu diesem Thema später mehr.)
Wir irren weiter durch den Lebensmitteldschungel...und erreichen nun die Obst- und Gemüseabteilung. Meistens ist diese auch gleich am Anfang, um uns die Frische des Marktes zu vermitteln. Welches Thema immer mehr zum Gespräch wird: Alles was in irgendeiner Form und Weise nicht wie auf dem Plakat aussieht, wird entfernt. Ein Blatt ist welk? Weg damit... Ein Apfel ist etwas unförmig? Weg damit... usw. usw. Tricks werden immer gerne angewendet: Die Sträucher der Strauchtomaten bleiben schön da wo sie sind, denn von ihnen geht der intensive Duft aus, lose Weintrauben werden gleich in 1Kg-Portionen gelegt, sodass der Kunde erst gar nicht auf den Gedanken kommt, weniger zu nehmen. Bei den Kirschen und losen Beeren werden gerne die Gutaussehenden mit den nicht so prall Ausehenden gemischt...oder man legt sie einfach unter den Hübschesten, wenn die Zeit zum aussortieren fehlt. Jeder Kunde freut sich ja auch gerne über Probierstückchen...meist sind das die aussortierten Früchte und Gemüsesorten, man schneidet nur gerne das Unschöne weg - fertig.
Nähern wir uns der Kasse... Hier wird meist nochmal mit Aktionsware gelockt. Na, nicht doch noch einen Markenartikel probieren? Schließlich sind die ja im Angebot... Gerne werden hier auch die Eistruhen plaziert, inkl. extra große Plakate, die Geschmack und Genuss pur suggestieren. Gleich dahinter kommt die berüchtige 'Quengelzone' - wer kennt sie nicht. Schokolade, Bonbons, Gummitiere, und anderer Schnickschnack, den man sich ruhig mal intensiver anschauen und mitnehmen kann, wenns mal wieder etwas länger dauert. Quengelzone, weil hier gerne noch einmal die Kinder zuschlagen, und richtig aufs Organ drücken, um einen Kinderriegel zu erhaschen. Nach eigenen Beobachtungen - immer erfolgreich! Hauptsache das Kind ist ruhig gestellt! Zeitschriften gibts hier auch öfters... natürlich mit leckeren Rezepten.
Hat man den Supermarkt geschafft, gehts gleich weiter... vorbei an den Bäcker, inkl. Kleinigkeit. Nachdem man ja so viele tolle Produkte gesehen hat, hat man ordentlich Appetit bekommen. Wenn man nicht so auf Backwaren steht, geht man eben zur Bratwurstbude oder zum Chinesen nebenan. Auch hier wieder: Hauptsache schnell und 'lecker'.
Je nach Supermarkt kommt man auch noch an anderen div. Läden vorbei.
Das war der Supermarkt. Nehmen wir uns mal Einzelprodukte vor...
Wie wir ja schon im Prospekt oder auf Plakaten gesehen haben, lachen uns immer zufriedene Menschen an, die sich gerade beispielsweise einen Joghurt schmecken lassen. Wäre es ein Naturjoghurt, hätte ich fast gar nichts gesagt. Nur leider sind es immer Joghurts verschiedener -gepanschter- Geschmacksrichtung. Wer mal genauer hinsieht, der wird erkennen, das von Frucht nicht viel zu sehen ist. Eigentlich gar nichts. Aromastoffe sorgen für den Geschmack, gefolgt von Zucker. Für die Konsistenz sorgt meist irgendein anderer Stoff, den man lieber nicht wissen möchte. Um das ganze noch glaubhaft abzurunden, wird 1/5 einer Frucht hinein gegeben.
Beliebt sind ja auch heutzutage Fertiggerichte (ihr wisst, schnell und einfach!) Auch hier sorgen wieder unendlich viele Zusätze für den Geschmack, hier meist noch Fett, denn Fett ist auch ein Geschmacksträger wie Zucker. Es ist alles vorhanden, nur nicht wirklich das, was auf der Verpackung zu sehen ist und versprochen wird. Und.
Das Neuste momentan: XXL-Packungen. Dabei wird auch gerne übersehen, dass diese manchmsl sogar teurer sind als die Kleineren. Und selbst wenn sie mal weniger kosten, durch die Menge profitiert der Markt, denn man gewöhnt sich schnell an die Größe. So ist es, die Supermärkte wollen, dass wir immer mehr und mehr zu uns nehmen. Denn dadurch kaufen wir wiederum mehr, auf Kosten unserer Gesundheit! Durch die über dosierten aromatischen Produkte klappt das auch prima.
Zusätzlich locken auch die perfekten Produktbilder und div. Sprüche/aussagekräftige Wörter wie: 'aus umweltschonenden/kontrolliertenAnbau', 'friedfertige Landwirtschaft', 'Wellnessdrink', Fitnessbrot', usw. - die reinste Täuschung! Denn diese Begriffe sind nicht geschützt. Zudem locken viele Artikel mit der minimale Nährwerttabelle. Dass die Angaben meist nur eine Portion von 30/50g entsprechen, wird übersehen, Hauptsache die Zahlen fallen niedrig aus und man vermittelt: Hier sind gar nicht so viele Kcal drinnen, man darf gerne und beliebig zugreifen.
Auch manche Produkte an sich täuschen. Vollkornbrote werden dunkel gefärbt und als solche hingestellt, selbst die Zutaten versprechen nicht das was sie sind (E-Nummern sei Dank).
Beliebt auch bei den Süßwaren: 'eine extra Portion Milch', 'ohne Fett', 'Gesunde Vitamine', usw. Frische Zutaten werden benutzt, um das Ungesunde darzustellen.
Ich möchte es hierbei belassen. Mit Sicherheit gibt es Weiteres, was man nicht unbeachtet lassen sollte, nur sprenge ich so schon den Rahmen.
Wer weiter an die Lügengeschichten der Lebensmittelindustrie interessiert ist, kann sich gerne bim Web oder mit div. Büchern auseinandersetzen.
Was die Supermärkte aber von uns wollen, ist -einzig und allein- unser Geld.
Fangen wir doch mal beim Einfachsten an...beim Aufbau eines Marktes.
Schon die Enge der Gänge treibt den einen oder anderen in den Wahnsinn, erst recht wenn noch vollbepackte Paletten oder leere Kartons herumstehen. Die Breite der Gänge ist allerdings mit Hintergedanken gewählt. Der Kunde soll doch schließlich ganz nah an den Regalen vorbeigehen und eventuell das eine oder andere mitnehmen. Außerdem ist es pure Absicht, dass der Kunde ausgebremst wird. Oft heißt es ja: 'schnell mal einkaufen gehen'. Etwas, was der Supermarkt einen austreiben möchte. Er spricht förmlich zu uns und sagt, dass wir langsam und gemütlich gehen solllen, um dadurch mehr zu sehen, mehr Appetit zu bekommen, um letztenlich mehr zu kaufen. Daher sind auch gerne am Eingang die sogenannten 'Zwischentische' mit Aktionsware zu sehen, vorteilhaft in leuchtendem Rot.
Gehen wir weiter... die Kühlregale. Immer mehr Prudukte werden 'To Go' angeboten. Man weiß, dass viele Menschen es eilig haben oder schlichtweg faul sind. Deswegen will man es ihnen so einfach wir nur möglich machen - Preise spielen dabei keine Rolle. Obstsalat to go, Grüner Salat to go, Sandwiches to go, Smoothies to go, Säfte to go, ... Aber nicht nur das, für die extrem faulen Leute gibt es ja schon seit langem Schinkenwürfel geschnitten, Käse gerieben, Nudeln vorgekocht und Brote geschmiert. Neudings auch Käsewürfel und Mettberge portioniert. Dass diese Ware schneller verderblich ist und noch einen Extrazusatz an div. Stoffe hat (weil der geriebene Käse darf ja nicht aneinander kleben), sehen viele nicht. Gearde beim Käse ist das auch so eine Sache mit dem Geschmack, da dieser mehr Angriffsfläche bietet, als ein ganzes Stück. Fast auf die Gesundheit geschissen, auf den edlen Preis sowieso - hauptsache schnell und praktisch!
Weiter gehts zum Trockensortiment... in Augenhöhe natürlich die Marken, am besten die Teuersten, damit die auch jeder sieht. Da die faulen Leute sich auch ungern bücken, sind die günstigeren Produkte -die meist nicht mal qualitativ schlechter sind- ganz unten zu finden. Oben kommt meist die Mittelgrenze. Weil manche Leute sich auch gerne veralbern lassen, greifen wsie oft zu den Markenartikeln, die gerade reduziert wurden. 5-15% Ersparnis ist ja auch der Hit. Kostet nur leider trotzdem mehr. Dass manche Supermarktketten generell erhöhte Preise haben als die anderen, kleineren, wird auch gerne übersehen. Sicher, manchmal lohnt es sich, wenn ein Artikel in der Werbung ist, und man den eh gerne kauft - ich will hier nicht die ganze Aktionsware schlecht schreiben. Am Besten ist immer die Masche 'ab 3 Artikel soundso viel gespart'. Da kann man nur hoffen, dass man dieses Prinzip durchschaut, denn mehr als 5, 10 Cent spart man da auch meist nicht. Nur der Konsument geht mit zwei Packungen mehr nach Hause - und glaubt mir, die sind genauso schnell weg, als wenn er nur eine gekauft hätte! (Zu diesem Thema später mehr.)
Wir irren weiter durch den Lebensmitteldschungel...und erreichen nun die Obst- und Gemüseabteilung. Meistens ist diese auch gleich am Anfang, um uns die Frische des Marktes zu vermitteln. Welches Thema immer mehr zum Gespräch wird: Alles was in irgendeiner Form und Weise nicht wie auf dem Plakat aussieht, wird entfernt. Ein Blatt ist welk? Weg damit... Ein Apfel ist etwas unförmig? Weg damit... usw. usw. Tricks werden immer gerne angewendet: Die Sträucher der Strauchtomaten bleiben schön da wo sie sind, denn von ihnen geht der intensive Duft aus, lose Weintrauben werden gleich in 1Kg-Portionen gelegt, sodass der Kunde erst gar nicht auf den Gedanken kommt, weniger zu nehmen. Bei den Kirschen und losen Beeren werden gerne die Gutaussehenden mit den nicht so prall Ausehenden gemischt...oder man legt sie einfach unter den Hübschesten, wenn die Zeit zum aussortieren fehlt. Jeder Kunde freut sich ja auch gerne über Probierstückchen...meist sind das die aussortierten Früchte und Gemüsesorten, man schneidet nur gerne das Unschöne weg - fertig.
Nähern wir uns der Kasse... Hier wird meist nochmal mit Aktionsware gelockt. Na, nicht doch noch einen Markenartikel probieren? Schließlich sind die ja im Angebot... Gerne werden hier auch die Eistruhen plaziert, inkl. extra große Plakate, die Geschmack und Genuss pur suggestieren. Gleich dahinter kommt die berüchtige 'Quengelzone' - wer kennt sie nicht. Schokolade, Bonbons, Gummitiere, und anderer Schnickschnack, den man sich ruhig mal intensiver anschauen und mitnehmen kann, wenns mal wieder etwas länger dauert. Quengelzone, weil hier gerne noch einmal die Kinder zuschlagen, und richtig aufs Organ drücken, um einen Kinderriegel zu erhaschen. Nach eigenen Beobachtungen - immer erfolgreich! Hauptsache das Kind ist ruhig gestellt! Zeitschriften gibts hier auch öfters... natürlich mit leckeren Rezepten.
Hat man den Supermarkt geschafft, gehts gleich weiter... vorbei an den Bäcker, inkl. Kleinigkeit. Nachdem man ja so viele tolle Produkte gesehen hat, hat man ordentlich Appetit bekommen. Wenn man nicht so auf Backwaren steht, geht man eben zur Bratwurstbude oder zum Chinesen nebenan. Auch hier wieder: Hauptsache schnell und 'lecker'.
Je nach Supermarkt kommt man auch noch an anderen div. Läden vorbei.
Das war der Supermarkt. Nehmen wir uns mal Einzelprodukte vor...
Wie wir ja schon im Prospekt oder auf Plakaten gesehen haben, lachen uns immer zufriedene Menschen an, die sich gerade beispielsweise einen Joghurt schmecken lassen. Wäre es ein Naturjoghurt, hätte ich fast gar nichts gesagt. Nur leider sind es immer Joghurts verschiedener -gepanschter- Geschmacksrichtung. Wer mal genauer hinsieht, der wird erkennen, das von Frucht nicht viel zu sehen ist. Eigentlich gar nichts. Aromastoffe sorgen für den Geschmack, gefolgt von Zucker. Für die Konsistenz sorgt meist irgendein anderer Stoff, den man lieber nicht wissen möchte. Um das ganze noch glaubhaft abzurunden, wird 1/5 einer Frucht hinein gegeben.
Beliebt sind ja auch heutzutage Fertiggerichte (ihr wisst, schnell und einfach!) Auch hier sorgen wieder unendlich viele Zusätze für den Geschmack, hier meist noch Fett, denn Fett ist auch ein Geschmacksträger wie Zucker. Es ist alles vorhanden, nur nicht wirklich das, was auf der Verpackung zu sehen ist und versprochen wird. Und.
Das Neuste momentan: XXL-Packungen. Dabei wird auch gerne übersehen, dass diese manchmsl sogar teurer sind als die Kleineren. Und selbst wenn sie mal weniger kosten, durch die Menge profitiert der Markt, denn man gewöhnt sich schnell an die Größe. So ist es, die Supermärkte wollen, dass wir immer mehr und mehr zu uns nehmen. Denn dadurch kaufen wir wiederum mehr, auf Kosten unserer Gesundheit! Durch die über dosierten aromatischen Produkte klappt das auch prima.
Zusätzlich locken auch die perfekten Produktbilder und div. Sprüche/aussagekräftige Wörter wie: 'aus umweltschonenden/kontrolliertenAnbau', 'friedfertige Landwirtschaft', 'Wellnessdrink', Fitnessbrot', usw. - die reinste Täuschung! Denn diese Begriffe sind nicht geschützt. Zudem locken viele Artikel mit der minimale Nährwerttabelle. Dass die Angaben meist nur eine Portion von 30/50g entsprechen, wird übersehen, Hauptsache die Zahlen fallen niedrig aus und man vermittelt: Hier sind gar nicht so viele Kcal drinnen, man darf gerne und beliebig zugreifen.
Auch manche Produkte an sich täuschen. Vollkornbrote werden dunkel gefärbt und als solche hingestellt, selbst die Zutaten versprechen nicht das was sie sind (E-Nummern sei Dank).
Beliebt auch bei den Süßwaren: 'eine extra Portion Milch', 'ohne Fett', 'Gesunde Vitamine', usw. Frische Zutaten werden benutzt, um das Ungesunde darzustellen.
Ich möchte es hierbei belassen. Mit Sicherheit gibt es Weiteres, was man nicht unbeachtet lassen sollte, nur sprenge ich so schon den Rahmen.
Wer weiter an die Lügengeschichten der Lebensmittelindustrie interessiert ist, kann sich gerne bim Web oder mit div. Büchern auseinandersetzen.
26. Mai 2014
Im Regenguss
Dicke Regentropfen fallen vom Himmel und platzen beim Aufprall auf ihr Ziel auf. Auf Straßen, auf Autos, auf etliche Tische und Stühle der vielen Cafés und Restaurants, die vor dunkelgrauen, hohen Betonwänden stehen.
Regenschirme sind aufgespannt und die Menschen tummeln sich auf den Gehwegen eng aneinander, jeder fest sein Ziel vor Augen, um schnellstmögliche die Nässe zu entkommen.
Es ist Feierabendzeit, und neben der überfüllten Fußgängerzone sind auch die Straßen mit Autos und Bussen voll. Es wird gehupt und überholt, jede freie Möglichkeit nutzend.
Ich stehe unter meinen rosa farbenden Schirm, den ich fest umklammert halte, weil der Wind heute stark ist. Meine Schuhe sind durchtränkt von dem vielen Wasser, doch es stört mich nicht. Im Gegenteil, ich lächele, denn die Atmosphäre ist berauschend.
Überall bunte Regenschirme, die den dunklen Wolken trotzen. Die knallroten Busse leuchten, als taten sie es mit voller Absicht. Hiesige Reklametafeln leuchten und blinken bunt und wollen mit Produkten verschiedenster Art locken.
Ich reihe mich einfach in den Strom ein und lasse mich treiben. Mein Ziel ist der Moment, die Zeit, die sich verlangsamt und mich all die Schönheit aufnehmen lässt.
Jeder schweigt, und doch schwingen die heiteren Gedanken über die Köpfe hinweg. Worte wären auch überflüssig, denn das System funktioniert fehlerfrei.
Regenschirme sind aufgespannt und die Menschen tummeln sich auf den Gehwegen eng aneinander, jeder fest sein Ziel vor Augen, um schnellstmögliche die Nässe zu entkommen.
Es ist Feierabendzeit, und neben der überfüllten Fußgängerzone sind auch die Straßen mit Autos und Bussen voll. Es wird gehupt und überholt, jede freie Möglichkeit nutzend.
Ich stehe unter meinen rosa farbenden Schirm, den ich fest umklammert halte, weil der Wind heute stark ist. Meine Schuhe sind durchtränkt von dem vielen Wasser, doch es stört mich nicht. Im Gegenteil, ich lächele, denn die Atmosphäre ist berauschend.
Überall bunte Regenschirme, die den dunklen Wolken trotzen. Die knallroten Busse leuchten, als taten sie es mit voller Absicht. Hiesige Reklametafeln leuchten und blinken bunt und wollen mit Produkten verschiedenster Art locken.
Ich reihe mich einfach in den Strom ein und lasse mich treiben. Mein Ziel ist der Moment, die Zeit, die sich verlangsamt und mich all die Schönheit aufnehmen lässt.
Jeder schweigt, und doch schwingen die heiteren Gedanken über die Köpfe hinweg. Worte wären auch überflüssig, denn das System funktioniert fehlerfrei.
19. Mai 2014
the colour of healthy food #2
17. Mai 2014
Baratmosphäre
Die schweren, grauen Vorhänge sind zugezogen, und verdecken die Nacht, die durch die vielen großen Fenster hineindringen wollte. Das Licht wurde gedämmt und glimmt aus unzähligen Lampen, die von der Decke hingen. In den Ecken hingen vereinzelte kleine Lämpchen, die verschiedene, gelbliche Farbkreise auf Teilen der gemütlichen Sitzecken und Wänden malten, und zur angenehmen Atmosphäre beitrugen. Im Hintergund spielte angenehme Musik mir unbekannter Bands.
Viele Tische waren besetzt. Menschen unterhielten sich, lachten oder gestikulierten. Jeder wirkte ausgeglichen.
Im vorderen, seitlichen Teil befand sich der kleine Tresen. Viele Spirituosen standen in Reihe und Glied und funkelten im schwachen Licht in den unterschiedlichsten Farben. Am Tresen befästigte Schilder warben für Bier und andere Mixgetränke. In feiner, leserliche Handschrift wurde die Preisliste an einer Tafel über die Bar geschrieben. Ein Baarkeeper hantierte mit einem Shaker herum, ein andere nahm gerade eine Bestellung auf, von einem Mann, der sich auf einem der dunklen Holzbarhocker niederließ.
Es duftete herrlich nach gegrillten Fleisch, und ein gut aussehender Kellner führte die dampfende Köstlichkeit direkt an meiner Naser vorbei zu einem der Tische. das Mobilar war dunkel gehalten, die Sitzbänke mit
roten Stoff überzogen.
Ich schlenderte zum Tresen hinüber und wich mir entgegen kommende Leute aus. Ich bestellte mir ein Mixbier, huschte dann mit den Augen über die Gastfläche und ließ das Getummel auf mich wirken. Mit dem Rücken lehnte ich mich an dem Tresen an und wippte mit dem Kopf leicht zum Rythmus der Musik.
Ich beobachtete das Geschehen und entspannte mich. Die Menschen waren ausgeglichen und unterhielten sich angeregt mit Bekannten und Freunden. Keiner dachte an Morgen; heute Abend schienen alle Sorgen vergessen zu sein.
Ich ließ mich von der Sorglosigkeit treiben, hing Gedanken nach und nippte an meinem Mixbier. Der kühle, fruchtig-herbe Geschmack fühlte sich erfrischend in meinem Hals an.
Kurze Zeit später kam meine Freundin hereingestürmt. Sie wusste, dass sie zu spät war, und umarmte mich entschuldigend. Sie wandte sich dem Barkeeper zu, der den neuen Gast aufmerksam wahrnahm, und bestellte für mich mit. Ich lächelte nur und meinte, dass sie sich entspannen solle, und dass die Verspätung nur halb so wild sei. Sie lächelte schuldbewusst und nahm die Getränke entgegen. Gemeinsam steuerten wir einen der freien Stehtische an und ließen uns im schwachen Barlicht nieder. Wir tauschten Neuigkeiten aus, diskutierten und philosophierten über Situationen aus unserem Leben und rätselten, was wohl die Zukunft parat hielt. Nach dem vierten Mixbier machte sich der Alkohol in mir bemerkbar und ließ mich sanftmütig werden. Die Gefühle rauschten in mir und vermischten sich mit der Atmosphäre der Bar. Manchmal saßen wir nur kurz schweigend da und hingen unsere gesagten Worte nach. Dann wieder regte uns ein neues Thema an, über welches wir ausführlich redeten. Wir lachten und unsere Augen glänzten im schwachen Beleuchtung. Und noch ehe ich weiter darüber nachdenken konnte, waren wir schon längst Teil der Umgebung, Teil der Atmosphäre, Teil des lebendigen Lebens.
Viele Tische waren besetzt. Menschen unterhielten sich, lachten oder gestikulierten. Jeder wirkte ausgeglichen.
Im vorderen, seitlichen Teil befand sich der kleine Tresen. Viele Spirituosen standen in Reihe und Glied und funkelten im schwachen Licht in den unterschiedlichsten Farben. Am Tresen befästigte Schilder warben für Bier und andere Mixgetränke. In feiner, leserliche Handschrift wurde die Preisliste an einer Tafel über die Bar geschrieben. Ein Baarkeeper hantierte mit einem Shaker herum, ein andere nahm gerade eine Bestellung auf, von einem Mann, der sich auf einem der dunklen Holzbarhocker niederließ.
Es duftete herrlich nach gegrillten Fleisch, und ein gut aussehender Kellner führte die dampfende Köstlichkeit direkt an meiner Naser vorbei zu einem der Tische. das Mobilar war dunkel gehalten, die Sitzbänke mit
roten Stoff überzogen.
Ich schlenderte zum Tresen hinüber und wich mir entgegen kommende Leute aus. Ich bestellte mir ein Mixbier, huschte dann mit den Augen über die Gastfläche und ließ das Getummel auf mich wirken. Mit dem Rücken lehnte ich mich an dem Tresen an und wippte mit dem Kopf leicht zum Rythmus der Musik.
Ich beobachtete das Geschehen und entspannte mich. Die Menschen waren ausgeglichen und unterhielten sich angeregt mit Bekannten und Freunden. Keiner dachte an Morgen; heute Abend schienen alle Sorgen vergessen zu sein.
Ich ließ mich von der Sorglosigkeit treiben, hing Gedanken nach und nippte an meinem Mixbier. Der kühle, fruchtig-herbe Geschmack fühlte sich erfrischend in meinem Hals an.
Kurze Zeit später kam meine Freundin hereingestürmt. Sie wusste, dass sie zu spät war, und umarmte mich entschuldigend. Sie wandte sich dem Barkeeper zu, der den neuen Gast aufmerksam wahrnahm, und bestellte für mich mit. Ich lächelte nur und meinte, dass sie sich entspannen solle, und dass die Verspätung nur halb so wild sei. Sie lächelte schuldbewusst und nahm die Getränke entgegen. Gemeinsam steuerten wir einen der freien Stehtische an und ließen uns im schwachen Barlicht nieder. Wir tauschten Neuigkeiten aus, diskutierten und philosophierten über Situationen aus unserem Leben und rätselten, was wohl die Zukunft parat hielt. Nach dem vierten Mixbier machte sich der Alkohol in mir bemerkbar und ließ mich sanftmütig werden. Die Gefühle rauschten in mir und vermischten sich mit der Atmosphäre der Bar. Manchmal saßen wir nur kurz schweigend da und hingen unsere gesagten Worte nach. Dann wieder regte uns ein neues Thema an, über welches wir ausführlich redeten. Wir lachten und unsere Augen glänzten im schwachen Beleuchtung. Und noch ehe ich weiter darüber nachdenken konnte, waren wir schon längst Teil der Umgebung, Teil der Atmosphäre, Teil des lebendigen Lebens.
11. Mai 2014
Blumenpracht
"...von weitem glüht es hell, raubt uns den Atem, lässt uns erstarren. Das leuchtende Feld, reifes Leben pur. Wir saugen den Moment ein und bestreiten uns'rem Weg nur langsam fort. Doch lässt der nächste Glanz nicht lang' warten; kräftige Blütenpracht uns ebenso mächtig empfängt..."
2. Mai 2014
Nachmittagssymphonie
Dunkle Wolken bedrohen die Stadt, jeder wartet nur auf den Regen.
Ich überlege jetzt schon, ob ich den kleinen Umweg nehme, um näher mit der Bahn an meiner Haustür zu sein. Rechne aus, wie nass ich in einem fünf minütigen Sprint werden würde. Schließlich lasse ich es drauf ankommen, denn drei Minuten kürzer im Regen, werden mich nicht trockener machen.
Ich steige in die überfüllte U-Bahn ein und ergattere den vorletzten freien Platz. Mein Sitznachbar sieht nicht ein, auf seine Seite zu bleiben, und still erdulde ich die elf minütige, enge Fahrt.
Ich freue mich auf mein Zuhause, einen ganzen Nachmittag und Abend frei zu haben, Zeit, die ich nur für mich nutzen kann. Ich habe mir schon alles in Gedanken zurecht gelegt. Erst die Wohnung aufräumen und säubern, mir was leckeres kochen, das Bett neu beziehen, eine heiße Dusche, ausgiebige Pflege meiner Haut, die ich sonst immer nur vernachlässige. Ich leg mir mir Lieblingsmusik ein und lasse sie im Hintergrund dudeln, während von draußen der frülinghafte Duft durch die Fenster weht und der Regen für wohligen Flair sorgt.
Sonne muss heute gar nicht sein, denke ich, und verließ die Bahn. Kaum dass ich meine Füße ins Freie setze, sehe ich den hellen Schein auf meine Beine. Von den grauen Wolken keine Spur, und ich farge mich, wann ich ins Paradies abgebogen bin.
Intuitiv laufe ich eine andere Straße, von der ich weiß, dass dort Blumenduft in der Luft hängt und man viel Sonne abbekommt. Na gut, dann eben Sonne. Passend zum Feierabend auch etwas tolles.
Es ist Sonntag, und kaum ein Mensch ist auf den Weg nach Hause zu sehen. Ich gehe absichtlich langsamer und schaue mir die hiesigen, breiten Fliederbüsche an, die in voller Blüte stehen. Fliederduft ist so betörend, und ich lasse mich vollends einnebeln. Aus igendeinem Garten vor mir höre ich eine Gitarre klingen, wenige Schritte später sehe ich das kleine Hoffest. Lachende Kinder, entspannte Eltern, leckeres Essen, welches auf dem Grill brutzelt. Die Atmosphäre berauscht mich und lässt mich lächeln, stimmt mich ebenfalls friedlich. Ich lasse mich von dem langsamen Gitarrenstück einlullen und schlendere weiter.
An manchen Tagen erscheint der Frühling so vollkommen, so friedlich, so schwerelos, wie im Paradies. Ich spüre, wie der Stress der letzten zwei Wochen von mir weicht und mich durchatmen lässt. Lasse zu, dass sich Wohlgefühl und Harmonie in mir ausbreitet. Fange wieder an meine Träume ins Bewusstsein zu rufen.
Irgendwann später, ist das meine Leben. Ein Leben überwiegend mit Ruhe, Harmonie, Freude, Gelassenheit und Glück. Jeden Tag möchte ich genießen können, nicht immer nur dem hinterher grollen, was einem am leben hindert, und doch stetig präsent ist.
Ein Leben in dieser Nachmittagssymphonie...
Ich überlege jetzt schon, ob ich den kleinen Umweg nehme, um näher mit der Bahn an meiner Haustür zu sein. Rechne aus, wie nass ich in einem fünf minütigen Sprint werden würde. Schließlich lasse ich es drauf ankommen, denn drei Minuten kürzer im Regen, werden mich nicht trockener machen.
Ich steige in die überfüllte U-Bahn ein und ergattere den vorletzten freien Platz. Mein Sitznachbar sieht nicht ein, auf seine Seite zu bleiben, und still erdulde ich die elf minütige, enge Fahrt.
Ich freue mich auf mein Zuhause, einen ganzen Nachmittag und Abend frei zu haben, Zeit, die ich nur für mich nutzen kann. Ich habe mir schon alles in Gedanken zurecht gelegt. Erst die Wohnung aufräumen und säubern, mir was leckeres kochen, das Bett neu beziehen, eine heiße Dusche, ausgiebige Pflege meiner Haut, die ich sonst immer nur vernachlässige. Ich leg mir mir Lieblingsmusik ein und lasse sie im Hintergrund dudeln, während von draußen der frülinghafte Duft durch die Fenster weht und der Regen für wohligen Flair sorgt.
Sonne muss heute gar nicht sein, denke ich, und verließ die Bahn. Kaum dass ich meine Füße ins Freie setze, sehe ich den hellen Schein auf meine Beine. Von den grauen Wolken keine Spur, und ich farge mich, wann ich ins Paradies abgebogen bin.
Intuitiv laufe ich eine andere Straße, von der ich weiß, dass dort Blumenduft in der Luft hängt und man viel Sonne abbekommt. Na gut, dann eben Sonne. Passend zum Feierabend auch etwas tolles.
Es ist Sonntag, und kaum ein Mensch ist auf den Weg nach Hause zu sehen. Ich gehe absichtlich langsamer und schaue mir die hiesigen, breiten Fliederbüsche an, die in voller Blüte stehen. Fliederduft ist so betörend, und ich lasse mich vollends einnebeln. Aus igendeinem Garten vor mir höre ich eine Gitarre klingen, wenige Schritte später sehe ich das kleine Hoffest. Lachende Kinder, entspannte Eltern, leckeres Essen, welches auf dem Grill brutzelt. Die Atmosphäre berauscht mich und lässt mich lächeln, stimmt mich ebenfalls friedlich. Ich lasse mich von dem langsamen Gitarrenstück einlullen und schlendere weiter.
An manchen Tagen erscheint der Frühling so vollkommen, so friedlich, so schwerelos, wie im Paradies. Ich spüre, wie der Stress der letzten zwei Wochen von mir weicht und mich durchatmen lässt. Lasse zu, dass sich Wohlgefühl und Harmonie in mir ausbreitet. Fange wieder an meine Träume ins Bewusstsein zu rufen.
Irgendwann später, ist das meine Leben. Ein Leben überwiegend mit Ruhe, Harmonie, Freude, Gelassenheit und Glück. Jeden Tag möchte ich genießen können, nicht immer nur dem hinterher grollen, was einem am leben hindert, und doch stetig präsent ist.
Ein Leben in dieser Nachmittagssymphonie...
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