Regt sich doch ständig jeder auf, über andere Meinungen, Ansichten und die winzigsten Kleinigkeiten.
Momentan fällt mir das wieder derbe auf; es wird gemeckert, gehetzt, geratschlagt, gewollt anderen zu ändern und den Drang, jeden seinen eignenen, persönlichen Stempel aufzudrücken.
Warum sind wir so? Und vor allem, warum tun wir uns das selber an...
Ich bezeichne mich selbst als sehr tolerant; mein Freundeskreis besteht aus den verschiedensten Charakteren. Ich bin der Meinung, man kann auch mit diejenigen die man nicht mag, mit genügend Tolenranz und Akzeptanz, und dem Wissen, diese Menschen nicht in seinem Leben integrieren zu müssen, irgendwie auskommen. Dazu benötigt man nur ein bisschen Selbskontrolle und -abschirmung.
Früher habe ich mich immer fürchterlich aufgeregt, heute kann ich das glücklicherweise recht gut kontrollieren, und selbst meine Arbeit wird für mich auch um einiges erträglicher.
Leben und leben lassen, für viele eine Sache der Unmöglichkeit.
Immun gegen Ungerechtigkeit bin ich nachwievor nicht, und da fällt es mir immer noch schwer, mich nicht aufzuregen und angreifen zu wollen...ich bin halt auch nur ein Mensch. Und in dieser Welt, wo Macht, Geld und Fassade alles regiert, fällt es manchmal schwer zu leben, zufrieden zu leben.
Facebook ist immer mein bestes Beispiel, ich beobachte ja gerne das Geschehen dort und die Reaktionen von anderen, ohne mich einzumischen. Aber auch im Freundes/Bekanntenkreis erlebe ich es immer wieder: Akzeptanz gleich null, wer und was anders ist wird abgelehnt. Natürlich basieren Freundschaft etc. auf Gleiches, Anziehndes. So soll es auch sein. Aber meistens, nein eigentlich immer, wird bei anderem, Ungleiches, gelästert und schlecht gemacht, ins Negative gezogen, oder man ist gewillt andere ändern zu wollen, seine Ideologie aufzuzwingen.
Ich 'suche' mein Leben lang, und komme immer wieder zu Sachen, die ich in dem Moment als das Richtige und Beste (für mich) sehe. Aber ich lasse jeden anderen daraus. Und selbst wenn man mir etwas anderes erzählen will, hör ich mir es an, (denk mir mein Teil) und lassen anderen so leben, wie sie es für gut heißen.
Wer negativ denkt, sich ständig aufregt, oder gar anderen Böses wünscht, ist/wird selbst nicht glücklich! Neid, Missgunst, Wut und Hass treiben einen in einem Teufelskreis und sorgen definitiv für Unglück. Wenn noch nicht jetzt, aber sicherlich irgendwann später. Krankheitstechnisch kann man immer vieles herauf beschwören.
Die entscheidene Frage ist, was lasse ich in meinem Leben zu, und was brauche ich, damit ich mich wohl fühle und zufrieden leben kann. Glück ist ein Zustand, der kurz, kostbar und rar ist. Und ich bezweifle, dass viele das selbe unter Glück verstehen.
Wer sich über TV/Radio-Werbung und den Blödsinn, der läuft aufregt, sollte einfach ganz darauf verzichten. Was man nicht sieht und hört, belastet einen auch nicht.
Wenn andere anderer Meinung sind, sollte man ihnen diese lassen, denn jeder verfolgt sein eigenes Ziel.
Wenn Freunde falsche Wege einschlagen, sollte man ihnen diese gehen lassen (gegen einen guten Rat ist nie etwas einzuwenden), denn nur sie selbst können (durch Fehltritte) dazu lernen und sich weiter entwickeln.
Wenn einem die Politik- und Wirtschaftslage zu Kopfe steigt und man sich nur darüber aufregen könnte, sollte man sich entweder dafür eintscheiden, direkt mitzumischen, in dem man sein Leben darauf aufbaut, oder sich dagegen abschirmen, indem man nur das Grundlegendste verfolgt und nicht groß (negative) Gedanken daran verschwendet. Denn man kann es einfach nicht ändern, außer man wirkt aktiv selbst mit!
Wenn Menschen einen nicht gut tun -und jetzt kommt das schwierige- sollte man sie ziehen lassen.
Situationen, die einen belasten oder unglücklich machen, sollte man ändern. Nur wenn Türen zugehen, können andere, Neue aufgehen. Wer an sich glaubt und vertraut, der sollte keine Angst davor haben!
Leben und leben lassen, sicher nicht einfach. Doch wer es schafft, kann nur gewinnen...